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Nadelholz - ein existenzieller Rohstoff
Waldumbau senkt Nadelwaldfläche
Rohstoffmix#1#2#3

Der schon vor Jahrzehnten von privaten und staatlichen Waldbesitzern aus ökologischen Beweggründen begonnene Umbau des Waldes hin zu mehr Laubholz, stellt unsere Gesellschaft zunehmend vor ein Problem. Mittlerweile geht der Nadelholzanteil in Deutschlands Wäldern deutlich zurück. Dies Auswirkungen auf das jährliche Nadelrohholzaufkommen. 
Zu spüren bekommen die rückläufigen Nadelholzmengen als erstes die Unternehmen, die vor allem Bau- und Industrieholzsortimente verarbeiten. Denn diese Sortimente werden vor allem aus jüngeren Wäldern im Alter von etwa 20 bis 50 Jahren gewonnen. Hier macht sich bereits der Umbau zum mehr Laubbäume bemerkbar. Es fehlt an einer ausreichenden Menge von Nadelbäumen für die Herstellung von Produkten für den Möbelbau, Haus- und Wohnungsbau sowie Zellstoff- und Papier. 

Anteil von Nadelholz in Holzprodukten

Diese skizzierte Entwicklung ist so kritisch, weil viele Produkte im Bereich Bauen, Holzwerkstoffe und Papier nur mit Nadelhölzern zu realisieren sind. Zwischen 70 und 95 % beträgt der Nadelholzanteil in den gängigsten Holzerzeugnissen. Die nachfolgende Abbildung zeigt den Holzartenanteile der verschiedenen Branchen der Holzwirtschaft in Deutschland. Mit Ausnahme der Furnierindustrie, die nur 20% Nadelholz verarbeitet, ist das Nadelholz in allen anderen Branchen nicht wegzudenken.

Rohstoffmix der Holzbranche (StBA, 2008; * Mantau, 2007)

 

Warum Nadelholz unersetzlich für unsere Gesellschaft ist, lässt sich am Beispiel der nächsten Abbildung erahnen, die darstellt in welchen Verwendungssektoren Laub- und Nadelschnitthölzer überwiegend eingesetzt werden. Vereinfacht ist festzustellen, dass Nadelschnittholz im Bauwesen eine bestimmende Rolle einnimmt. Laubschnittholz findet dagegen vorherrschend als Rohstoff für Möbel und im Innenausbau Verwendung.

Nadelholz muss in unseren Wäldern erhalten bleiben

Einen ausreichenden Anteil an Nadelholz in Wäldern zu erhalten, ist also kein Unwille der Holzindustrie, sich technisch auf eine geänderte Rohstoffsituation einzustellen. Die spezifischen Rohstoffeigenschaften von Laubhölzer, limitieren deren Verwendungsmöglichkeiten.
Der sich abzeichnende weitere Rückgang der Nadelhölzer entspricht nicht dem aktuellen und künftig erwarteten Bedarf an Nadelholz.
Falls die Waldbesitzer nicht für einen gesunden Mix sorgen, werden wir den Nadelholzbedarf unserer Bevölkerung schon in absehbarer Zeit nicht mehr aus heimischen Wäldern decken können. Es müssten dann vermehrt Nadelrohholz und Nadelholzprodukte teilweise von anderen Kontinenten importiert werden, was klimapoltisch und volkswirtschaftlich bedenklich ist.

Die AGR fordert daher, eine moderne Waldbewirtschaftung, die neben ökologischen Aspekten auch auf die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Clusters Forst und Holz ausgerichtet ist und rechtzeitig Fehlentwicklungen gegensteuert.
In einem zunehmend globalisierten Markt müssen wir die Konkurrenzfähigkeit unseres gemeinsamen Produktes Holz auch im Vergleich zu anderen Roh- und Werkstoffen erhalten und ausbauen.
 

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